ANTRAG

Einführung von Drug-Checking im Drogenhilfezentrum Krefeld – Antrag der Fraktion B90/Die Grünen vom 11.11.2025 für den Rat

Vorlage 143/25

Ratsinformationssystem

Beschlussentwurf
1. Die Verwaltung wird beauftragt, gemeinsam mit der Caritas als Trägerin des Drogenhilfezentrums (DHZ) Krefeld kurzfristig die Voraussetzungen für die Einführung von Drug-Checking zu prüfen und die notwendigen Schritte für die Umsetzung einzuleiten.
2. Die Verwaltung wird beauftragt, die notwendigen finanziellen Ressourcen für die Anschaffung von Testgeräten, die Mehrbedarfe an Personal und die Schulung des Personals zusammenzustellen und die Abrechnungs- sowie Förderungsmöglichkeiten gegenüber dem Land NRW zu ermitteln.
3. Die Verwaltung legt das Ergebnis den zuständigen politischen Gremien zum Beschluss vor.

Begründung
Die Anzahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Drogenkonsum ist besorgniserregend. Die Stadt Krefeld hat in den vergangenen Jahren erfolgreich auf Prävention, Aufklärung und Schadensminderung gesetzt. Drug-Checking in Konsumräumen ist ein wichtiges Instrument, um den Gesundheitsschutz von schwer suchtkranken Menschen zu verbessern und akute Lebensgefahren zu verringern.
Das Drogenhilfezentrum Krefeld ist hervorragend aufgestellt und hat das Vertrauen der Szene. Dort kann Drug-Checking schnell und sicher in die bestehende Arbeit integriert werden. Die Landesregierung hat den rechtlichen Rahmen geschaffen, jetzt ist es an der Zeit, dass Krefeld zu den ersten Städten gehört, die diese Maßnahme umsetzen.
Die Einführung von Drug-Checking in den Drogenkonsumräumen wurde vom Landtag von Nordrhein-Westfalen beschlossen. Die Betreiber sollen bei der Anschaffung der Testgeräte unterstützt und die Maßnahmen wissenschaftlich begleitet werden. Krefeld sollte diese Möglichkeit nutzen, um die Gesundheit und Sicherheit der Betroffenen zu verbessern.

Gez.
Julia Müller Karsten Ludwig
Fraktionsvorsitzende B90/Die Grünen