ANTRAG

Schulabsentismus an Krefelder Schulen

Die Verwaltung wird beauftragt einen Bericht vorzulegen, der in Bezug auf Schulabsentismus die folgenden Fragen betrachtet:

1. Welche Erkenntnisse liegen der Verwaltung zu Fehlzeiten bzw. Anwesenheitsquoten von Schüler*innen an den Schulen der Stadt Krefeld vor? Bitte differenziert nach Schulformen sowie – sofern möglich – nach Schuljahren (z. B. der letzten drei bis fünf Jahre).

2. Welche Konzepte, Verfahren oder Handlungsleitfäden bestehen an den Krefelder Schulen zum frühzeitigen Erkennen von Schulabsentismus?

3. Welche Maßnahmen und Unterstützungsstrukturen greifen bei auffälligem Schulabsentismus, insbesondere in Zusammenarbeit mit Schulsozialarbeit, Schulpsychologischem Dienst, Jugendhilfe oder weiteren externen Stellen?

Begründung:

Schulabsentismus ist ein vielschichtiges Phänomen, das Schüler*innen aus allen sozialen Lagen und Schulformen betreffen kann. Ursachen können unter anderem gesundheitliche Belastungen, psychische Krisen, familiäre Veränderungen, schulische Überforderung, Mobbingerfahrungen oder auch strukturelle Herausforderungen im Schulalltag sein.

Gleichzeitig ist bekannt, dass wiederholte oder langfristige Fehlzeiten erhebliche Auswirkungen auf den Bildungserfolg, die psychosoziale Entwicklung und die gesellschaftliche Teilhabe junger Menschen haben können. Frühzeitiges Erkennen und ein abgestimmtes Vorgehen der beteiligten Akteur*innen sind daher entscheidend, um Eskalationen, Bildungsabbrüche und langfristige Folgewirkungen zu vermeiden.

Vor dem Hintergrund der Bildungskonferenz am 13. November 2025 ist die ganzheitliche Beschäftigung mit diesem Thema im Ausschuss für Schule und Weiterbildung, sowie weiteren Ausschüssen für eine sachliche Bestandsaufnahme geboten.