Die Verwaltung organisiert für das Q2 2026 einen „Krisengipfel Verkehrssicherheit“. Ziel ist es, gemeinsam mit relevanten Akteur*innen, konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit in Krefeld zu entwickeln und kurzfristig umsetzbare Schritte zu vereinbaren.
Der Krisengipfel lädt Vertreter*innen ein, die folgende Perspektiven einbringen:
– Elternvertretungen (Kindergärten und Schulen)
– Kinder und Jugendliche
– Senioren
– ADFC
– FUSS e.V.
– Unfallchirurgien Krefeld
– Polizei
– Politische Vertreter*innen (hierunter Autofahrer*innen)
– Stadtplaner*innen
– Sportgruppierungen, die den öffentlichen Raum nutzen (z.B. Rennrad)
– Inklusionsbeauftragte und Betroffene von Geh-/Seh- und Hörbeeinträchtigungen
Die Ergebnisse des Gipfels sind dem zuständigen Fachausschuss zeitnah vorzulegen.
Die Polizeibehörde wird gebeten, für den Krisengipfel die Verkehrsunfallstatistik 2025 vorzulegen und diese zu ergänzen um eine Analyse der tödlichen Unfälle (Tageszeiten, Unfallursachen) sowie eine Berichterstattung zu Präventionsmaßnahmen für die Reduktion von Gefahren durch den motorisierten Verkehr.
Begründung:
Im Jahr 2025 hat Krefeld nach vielen Jahren mit vergleichsweise wenigen Verkehrsopfern einen traurigen Höchststand erreicht: Elf Menschen sind innerhalb von zwölf Monaten auf den Straßen unserer Stadt ums Leben gekommen, viele weitere wurden schwer verletzt. Auch im Jahr 2026 gab es bereits mehrere Schwerverletzte und eine Tote.
Auch die jüngste Untersuchung zum Thema (Forschungsprojekt „Mobilitätsstudie Krefeld: Untersuchung der Mobilität und des Unfallgeschehens von Kindern (Fokus Freizeitverkehre)“. zeigt das Unfallgeschehen der Vorjahre und die spezielle Gefährdung für Kinder auf.
Diese Entwicklung ist alarmierend und darf nicht als statistische Schwankung hingenommen werden. Die Unfälle im Jahr 2025 sind voraussichtlich neben Suiziden die häufigste unnatürliche Todesursache in Krefeld.
Jede*r Tote wurde aus dem Leben gerissen und ist ein*e Tote*r zu viel.
Verkehrssicherheit ist eine zentrale kommunale Aufgabe. Sie betrifft alle Menschen in Krefeld, unabhängig davon, wie und womit sie sich fortbewegen. Das Ziel für Krefeld sollte „Vision Zero“ (Null Verkehrstote) sein. Hierfür müssen Verwaltung und Politik die entsprechenden verantwortungsvollen Weichen stellen.
