Die Grüne Ratsfraktion Krefeld begrüßt die Vorstellung der neuen unabhängigen Polizeibeauftragten des Landes Nordrhein-Westfalen. Mit Ursula Mecklenbrauck übernimmt eine erfahrene Verwaltungsexpertin und bisherige Polizeipräsidentin in Krefeld diese wichtige Aufgabe.
„Die Einführung einer unabhängigen Polizeibeauftragten ist ein überfälliger Schritt, für den wir Grüne lange gekämpft haben. Sie stärkt Transparenz, Kontrolle und das Vertrauen in den Rechtsstaat“, erklärt Karsten Ludwig, Fraktionsvorsitzender und Mitglied im Polizeibeirat.
Die Stelle wurde 2025 per Gesetz beim Landtag Nordrhein-Westfalen eingerichtet. Sie ist bewusst außerhalb der Polizeistrukturen angesiedelt und soll als unabhängige Instanz wirken. Bürgerinnen und Bürger sowie Polizeibeschäftigte können sich direkt und ohne Einhaltung des Dienstwegs an sie wenden.
Zu ihren zentralen Aufgaben gehört es, Beschwerden und Hinweise auf mögliches Fehlverhalten zu prüfen, strukturelle Probleme zu identifizieren und Empfehlungen zur Verbesserung der Polizeiarbeit zu geben. Gleichzeitig soll die Stelle das partnerschaftliche Verhältnis zwischen Polizei und Gesellschaft stärken.
Gleichzeitig blickt die Ratsfraktion mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf die Personalie.
„Wir gratulieren Ursula Mecklenbrauck sehr herzlich zu dieser neuen, wichtigen Aufgabe auf Landesebene. Gleichzeitig bedauern wir ihren Weggang aus Krefeld ausdrücklich“, so Ludwig. „Wir haben die Zusammenarbeit hier vor Ort als außerordentlich konstruktiv, verlässlich und lösungsorientiert erlebt.“
Die Fraktion bedankt sich ausdrücklich und herzlich für die geleistete Arbeit in Krefeld. „Ursula Mecklenbrauck hat in den vergangenen Jahren wichtige Impulse für eine moderne und bürgernahe Polizeiarbeit gesetzt. Dafür sind wir ihr sehr dankbar.“
Die neue Stelle ist Teil einer bundesweiten Entwicklung hin zu unabhängigen Kontroll- und Ombudsstellen für die Polizei. Ziel ist es, Hemmschwellen für Beschwerden abzubauen und sowohl Bürgerrechte als auch die Rechte von Polizeibeschäftigten zu stärken.
„Dass diese Aufgabe nun von einer Persönlichkeit übernommen wird, die sowohl Verwaltung als auch Polizei aus der Praxis kennt, ist eine sehr gute Entscheidung“, so Ludwig. „Gerade diese Erfahrung wird helfen, Vertrauen weiter aufzubauen und die Polizeiarbeit konstruktiv weiterzuentwickeln.“
