Anlässlich ihres 70. Geburtstags würdigt die Fraktion der Grünen das außergewöhnliche und langjährige Engagement von Barbara Behr für die Erinnerungskultur und das gesellschaftliche Miteinander.
„Barbara Behr hat sich über Jahrzehnte hinweg mit beeindruckender Konsequenz für die Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit eingesetzt“, erklärt Karsten Ludwig, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen. „Ihr Engagement für die Villa Merländer ist von unschätzbarem Wert – für Krefeld und weit darüber hinaus.“
Als langjährige Vorsitzende des Fördervereins sowie als engagiertes Vorstandsmitglied hat Barbara Behr maßgeblich dazu beigetragen, die NS-Dokumentationsstelle zu einem lebendigen Ort der Erinnerung und der Bildungsarbeit zu entwickeln.
„Die Villa Merländer ist heute weit mehr als ein Ort des Gedenkens“, so Ludwig weiter. „Sie ist ein Zentrum der Aufklärung und der kritischen Auseinandersetzung mit unserer Geschichte. Dass sie diese Bedeutung erlangt hat, ist auch Barbara Behr zu verdanken.“
Darüber hinaus hat sich Barbara Behr auch angesichts politischer Widerstände mit großem Einsatz und Durchhaltevermögen für die Verlegung von Stolpersteinen in Krefeld eingesetzt und damit gezeigt, wie wichtig zivilgesellschaftliches Engagement ist.
Neben ihrem Engagement in der Erinnerungskultur war Barbara Behr seit 1989 politisch bei Bündnis 90/Die Grünen aktiv. Sie wirkte unter anderem als Vorstandssprecherin, in der Bezirksvertretung Oppum-Linn sowie über viele Jahre als Ratsfrau der Stadt Krefeld mit besonderem Fokus auf die Schulpolitik. Von 2014 bis 2020 war sie Aufsichtsratsvorsitzende der Seidenweberhaus GmbH und Vorsitzende des Schulausschuss.
„Barbara Behr hat nicht nur politisch, sondern auch gesellschaftlich Spuren hinterlassen. Ihr Einsatz für Bildung, Demokratie und Erinnerung ist ein unschätzbarer Beitrag für unsere Stadt“, so Julia Müller, Co-Fraktionsvorsitzende, abschließend.