Der Ausschuss für Finanzen und Beteiligungen beschließt:
Der Haushaltsansatz für “Krefeld schwimmt” wird auch über 2026 hinaus mit mindestens 75.000 Euro/a angesetzt.
Begründung:
Bei der Schwimmförderung handelt es sich nicht um ein beliebiges Freizeitangebot, sondern um einen wesentlichen Beitrag zur Erfüllung kommunaler Aufgaben im Bereich Bildung, Sport und Daseinsvorsorge. Wir verweisen an dieser Stelle auch ausdrücklich auf die Stellungnahme des Stadtsportbundes vom 01. Juni 2026.
Die Schwimmfähigkeit von Kindern und Jugendlichen ist eine grundlegende Voraussetzung für Sicherheit, Gesundheit und die erfolgreiche Teilnahme am Schulschwimmen. Gleichzeitig weist die Stadt Krefeld im Haushaltsplan selbst darauf hin, dass die Bereitstellung ausreichender Infrastruktur für den Schul- und Vereinssport im Bereich Schwimmen zu den Pflichtaufgaben der Kommune gehört.
Vor diesem Hintergrund ist die geplante Reduzierung der jährlichen Förderung von bisher 75.000 Euro auf künftig 50.000 Euro schwer nachvollziehbar. Gerade angesichts der seit Jahren bestehenden Defizite bei der Schwimmausbildung wäre eher eine Ausweitung als eine Kürzung des Angebots geboten. Auch in den Beratungen des zuständigen Ausschusses wurde deutlich, dass der bestehende Ansatz fachlich eher erhöht als abgesenkt werden sollte.
Die Bedeutung des Programms wird durch die aktuellen Teilnehmerzahlen unterstrichen. Nach Angaben des Stadtsportbundes und des Uerdinger Schwimmverein 08 e.V. nehmen derzeit bis zu 800 Kinder in 30 Gruppen an „Krefeld schwimmt“ teil. Die bisherige Förderung von 75.000 Euro entspricht damit lediglich rund 93,75 Euro pro Kind und Jahr. Bei etwa 40 Unterrichtseinheiten jährlich ergeben sich Förderkosten von nur rund 2,34 Euro pro Kind und Einheit.
Mit vergleichsweise geringen Haushaltsmitteln wird somit ein erheblicher gesellschaftlicher Nutzen erzielt. Das Programm ermöglicht hunderten Kindern den Erwerb lebenswichtiger Schwimmkompetenzen, stärkt die Voraussetzungen für den Schul- und Vereinssport und leistet einen wichtigen Beitrag zur Chancengerechtigkeit. Insbesondere Kinder aus Familien mit geringem Einkommen profitieren von niedrigschwelligen Schwimmangeboten, da außerschulische Schwimmkurse für viele Familien kaum noch finanzierbar sind. „Krefeld schwimmt“ schafft hier einen verlässlichen Zugang und sorgt dafür, dass der Erwerb grundlegender Schwimmkompetenzen nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängt.
Eine Kürzung der Mittel würde diese Erfolge gefährden und steht im Widerspruch zu den im Haushaltsplan selbst formulierten Zielsetzungen der Stadt. Der bisherige Ansatz von mindestens 75.000 Euro im Jahr soll daher auch über das Jahr 2026 hinaus fortgeführt werden.