Anfrage

Klimaanpassung und Hitzeschutz im Bereich kommunaler Sportstätten

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen bittet die Verwaltung um die Beantwortung der folgenden Fragen:

  1. Welche Investitionen in Klimaanpassungsmaßnahmen an Sportstätten wurden in den vergangenen fünf Jahren getätigt?

  2. Welche Fördermittel von Bund, Land oder anderen Institutionen wurden oder werden für Maßnahmen der Klimaanpassung und Hitzevorsorge im Sportstättenbereich genutzt?

  3. Welche weiteren Maßnahmen sieht die Verwaltung als erforderlich an, um die kommunalen Sportstätten langfristig an die Folgen des Klimawandels anzupassen?

  4. Welche Rolle spielen Bäume, Begrünungsmaßnahmen sowie Entsiegelungen als effektive Maßnahme zur Klimaanpassung bei Außenanlagen?

  5. Welche spezifischen Maßnahmen zum Umgang mit Phasen extremer Hitze sind für kommunale Sportanlagen sowie Sporthallen vorgesehen oder bereits umgesetzt worden?

  6. In welcher Form werden der Stadtsportbund und die örtlichen Sportvereine bei der Planung und Umsetzung von Maßnahmen zur Klimaanpassung beteiligt? Sind Bedarfe oder Anregungen der Vereine erfasst worden und wie fließen diese in die weiteren Planungen ein?

Begründung:

Die Folgen der Klimakrise machen sich auch zunehmend im Sport bemerkbar. Längere Hitzeperioden, zunehmende Trockenheit, Starkregenereignisse sowie eine stärkere Belastung von Sportler*innen, Ehrenamtlichen und Besucher*innen stellen Kommunen und Sportvereine vor neue Herausforderungen.

Kommunale Sportstätten müssen deshalb schrittweise an die veränderten klimatischen Bedingungen angepasst werden. Neben dem Gesundheitsschutz spielen dabei auch der Erhalt der Nutzbarkeit der Anlagen, der verantwortungsvolle Umgang mit Wasser sowie die Verbesserung des lokalen Mikroklimas eine wichtige Rolle. Maßnahmen wie Baumpflanzungen, Entsiegelungen, Dach- und Fassadenbegrünungen oder eine klimaangepasste Gestaltung von Außenanlagen können hierzu einen wesentlichen Beitrag leisten.

Gerade vor dem Hintergrund der angespannten kommunalen Haushaltslage kommt der Nutzung von Förderprogrammen des Bundes, des Landes sowie weiterer Fördergeber eine besondere Bedeutung zu. Sie können einen wichtigen Beitrag dazu leisten, notwendige Investitionen in die Klimaanpassung und den Hitzeschutz von Sportstätten wirtschaftlich umzusetzen und den städtischen Haushalt zu entlasten. Ein Überblick über bereits umgesetzte Maßnahmen, in Anspruch genommene Fördermittel sowie die weiteren Planungen der Verwaltung schafft Transparenz über den Stand der kommunalen Klimaanpassung im Bereich der Sportstätten.

Ebenso ist von Bedeutung, inwieweit der Stadtsportbund und die örtlichen Sportvereine als zentrale Nutzer*innen der kommunalen Sportstätten in die Planungen eingebunden werden und welche Bedarfe sie sehen.