Anfrage

Klimaanpassung und Hitzeschutz im Bereich Schule

Die Verwaltung wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:

  1. Welche Investitionen in Klimaanpassungsmaßnahmen an Schulen wurden in den vergangenen fünf Jahren getätigt?

  2. Welche Fördermittel von Bund, Land oder anderen Institutionen wurden oder werden für Maßnahmen der Klimaanpassung und Hitzevorsorge im Schulen genutzt? Werden ggf. Fördervereine mit einbezogen in die Finanzierung von solchen Maßnahmen?

  3. Welche weiteren Maßnahmen sieht die Verwaltung als erforderlich an, um Schulen langfristig an die Folgen des Klimawandels anzupassen?

  4. Welche Rolle spielen Bäume, Begrünungsmaßnahmen sowie Entsiegelungen als effektive Maßnahme zur Klimaanpassung bezogen auf die jeweiligen Außenanlagen?

  5. Welche spezifischen Maßnahmen zum Umgang mit Phasen extremer Hitze sind für Schulen vorgesehen oder bereits umgesetzt worden?

  6. Für welche Schulen/Schulformen sieht die Verwaltung die Umsetzung der Klimaanpassungen und des Hitzeschutz als besonders wichtig an?

  7. Wird der Einsatz von energieeffizienten Kühlungsanlagen in Kombination mit Photovoltaik an Schulstandorten geprüft? Falls ja, an welchen Standorten und mit welchen Fördermöglichkeiten?

Begründung:

Extremwetterereignisse nehmen immer mehr zu. Gerade die langanhaltenden Phasen in diesem Frühsommer mit Rekordtemperaturen belasten körperlich und schränken den Unterricht ein. Schulen verkürzen folgerichtig Ihre Stunden oder lassen den Unterricht früher enden. Kinder, die im Ganztag an einer Schule betreut werden, bleiben dennoch bis zum Betreuungsende in der Schule, nutzen den Schulhof aber dann nur eingeschränkt und sind weiterhin den überhitzten Räumen an den Schulen ausgeliefert.

Verschattung, Begrünung und natürliche Belüftung sind hierfür wichtige und unverzichtbare erste Schritte. Sie werden jedoch angesichts zunehmender Hitzeperioden voraussichtlich nicht an allen Schulstandorten ausreichen, um gesundheitlich verträgliche Raumtemperaturen sicherzustellen. In der aktuellen Debatte wird daher zunehmend auch die Kombination aus energieeffizienter Kühlung und Photovoltaik diskutiert, wie sie unter anderem von der Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Bundestag, Katharina Dröge, vorgeschlagen wurde. Vor diesem Hintergrund ist zu prüfen, welche Maßnahmen kurz-, mittel- und langfristig erforderlich sind, um Schulen wirksam vor extremer Hitze zu schützen.