Pressemitteilung

Klimaanpassung in Schulen und Sportstätten muss Priorität werden

Die anhaltenden Hitzewellen der vergangenen Wochen und die wiederholten Hitzewarnungen zeigen: Die Folgen der Klimakrise sind längst in Krefeld angekommen. Für die Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen ist klar, dass Klimaanpassung konsequent in allen Bereichen der kommunalen Infrastruktur mitgedacht werden muss.

Für die kommenden Sitzungen des Schul- und Sportausschusses nach der Sommerpause hat die Fraktion deshalb umfangreiche Anfragen zum Stand der Klimaanpassung und des Hitzeschutzes an Krefelder Schulen sowie kommunalen Sportstätten eingereicht.

„Die vergangenen Wochen haben gezeigt, wie stark Hitze unseren Alltag bereits verändert. Wenn Klassenräume überhitzen und Sport im Freien zur Belastung wird, müssen wir unsere Stadt konsequent an die neuen klimatischen Realitäten anpassen. Es geht ganz konkret darum, Kinder, Jugendliche, Sportlerinnen und Sportler sowie Ehrenamtliche vor extremer Hitze zu schützen und unsere öffentliche Infrastruktur widerstandsfähig zu machen“, erklärt Roxy Motté, umweltpolitische Sprecherin der Grünen Ratsfraktion.

Die Grünen wollen unter anderem wissen, welche Investitionen in den vergangenen Jahren bereits erfolgt sind, welche Fördermittel von Bund und Land genutzt werden und welche weiteren Maßnahmen die Verwaltung für notwendig hält. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf natürlichen Klimaanpassungsmaßnahmen wie Entsiegelung, Baumpflanzungen und Begrünung.

„Jeder entsiegelte Schulhof, jeder zusätzliche Baum und jede begrünte Fläche verbessern das Mikroklima und schaffen dringend benötigte Abkühlung. Gleichzeitig müssen wir ehrlich darüber sprechen, wo natürliche Maßnahmen künftig nicht mehr ausreichen und ergänzende Lösungen – etwa energieeffiziente Kühlung in Verbindung mit Photovoltaik – geprüft werden müssen,“ so Benjamin Zander, schulpolitischer Sprecher der Grünen Ratsfraktion.

Gerade Schulen seien während extremer Hitze zunehmend belastet. Hohe Raumtemperaturen erschwerten konzentriertes Lernen, verkürzter Unterricht sei vielerorts bereits Realität. Kinder im Offenen Ganztag verbringen dennoch häufig den gesamten Tag an den Schulstandorten und sind auf ausreichend verschattete Außenbereiche sowie erträgliche Innenräume angewiesen. Auch Sportanlagen müssten stärker auf längere Hitzeperioden, Trockenheit und Starkregen vorbereitet werden.

Für die Grünen ist Klimaanpassung deshalb eine Daueraufgabe der kommunalen Daseinsvorsorge. Neben konkreten Investitionen komme der Nutzung von Förderprogrammen eine zentrale Bedeutung zu.

„Das Land Nordrhein-Westfalen entwickelt derzeit sein Klimaanpassungsgesetz weiter und will die Kommunen bei der Anpassung an die Folgen der Klimakrise stärker in die Verantwortung nehmen. Für Krefeld ist das ein klarer Auftrag: Klimaanpassung muss bei der Planung und Sanierung unserer Schulen, Sportstätten und öffentlichen Räume selbstverständlich mitgedacht werden. Jeder heute investierte Euro spart morgen hohe Folgekosten – und schützt die Gesundheit der Menschen in unserer Stadt”, so Motté und Zander abschließend.