Pressemitteilung

Grüne zu CDU Vorstoß: Wer verlässliche Veranstaltungsorte fordert, muss das Kesselhaus endlich mittragen

Die Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen teilt die Forderung nach einer verlässlichen Perspektive für Krefelder Vereine und das Brauchtum. Wer dieses Ziel ernsthaft verfolgt, darf jedoch das zentrale Projekt für eine neue städtische Veranstaltungshalle nicht weiter bekämpfen.

„Timo Kühn beschreibt den Bedarf völlig richtig. Krefeld braucht ausreichend Räume, in denen Vereine, Karnevalsgesellschaften und andere ehrenamtlich getragene Organisationen ihre Veranstaltungen durchführen können. Umso unverständlicher ist es, dass die CDU ausgerechnet das Kesselhaus weiterhin ablehnt. Dort soll genau der moderne und verlässliche Veranstaltungsort entstehen, dessen Fehlen die CDU nun beklagt“, erklärt Karsten Ludwig, Vorsitzender der Grünen Ratsfraktion.

Der Rat der Stadt Krefeld hat sich nach einer langen und intensiven Debatte für den Umbau des Kesselhauses zur neuen Veranstaltungshalle entschieden. Inzwischen sind der Grundstückskauf und die Umsetzung vertraglich vereinbart. Die Halle soll künftig auch für Brauchtumsveranstaltungen und andere große gesellschaftliche Veranstaltungen zur Verfügung stehen. Trotzdem hat die CDU das Projekt wiederholt grundsätzlich abgelehnt und sogar einen Ausstieg aus den Verträgen gefordert.

„Politische Entscheidungen darf man kritisch begleiten. Aber irgendwann muss aus einer Debatte auch gemeinsames Handeln werden. Das Kesselhaus ist beschlossen, die Verträge sind geschlossen. Ein weiterer Grundsatzstreit schafft keinen einzigen zusätzlichen Veranstaltungsort und gibt keinem Verein mehr Planungssicherheit. Wir laden die CDU deshalb ausdrücklich dazu ein, ihren Widerstand aufzugeben und gemeinsam an einer guten Umsetzung zu arbeiten“, so Ludwig weiter. Das Festhalten an der Idee des Seidenweberhauses alleine sei keine Lösung, denn auch dieses stünde wegen umfangreicher Sanierungsbedarfe genau wie das Stadtwaldhaus der Stadtgesellschaft mittelfristig nicht mehr zur Verfügung.

Dabei geht es aus Sicht der Grünen nicht nur um den Bau der neuen Halle. Ebenso wichtig sind ein tragfähiges Betriebskonzept und bezahlbare Konditionen für gemeinnützige Vereine.

Die rund 18-monatige Schließung des Stadtwaldhauses ab 2028 erfordert zusätzlich kurzfristige Lösungen. Das Kesselhaus kann diese zeitliche Lücke nicht schließen und ersetzt auch nicht die notwendigen kleineren Veranstaltungsräume in den einzelnen Stadtteilen. Deshalb müssen Stadt, Politik und Vereine parallel nach geeigneten Ausweichorten und niedrigschwelligen Angeboten suchen.

„Kurzfristige Ersatzlösungen und die langfristige Umsetzung des Kesselhauses gehören zusammen. Vereine brauchen keine immer neuen politischen Grundsatzdebatten, sondern konkrete Angebote, bezahlbare Bedingungen und belastbare Zeitpläne. Wenn die CDU eine verlässliche Perspektive fordert, sollte sie nun auch bereit sein, an dieser Perspektive konstruktiv mitzuarbeiten“, erklärt Ludwig abschließend.