ANFRAGE

Feinstaubbelastung im Krefelder Hafen – aktuelle Bewertung, Ursachen und Handlungsbedarf

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen bittet die Stadtverwaltung um die Beantwortung der folgenden Fragen:

Welche Messstellen erfassen aktuell die Feinstaubbelastung (PM10 und PM2,5) im Bereich des Krefelder Hafens?

Wie viele Überschreitungen der geltenden Grenzwerte wurden im Jahr 2024 sowie bislang im Jahr 2025 jeweils festgestellt (bitte getrennt nach PM10 und PM2,5 darstellen)?

Wie bewertet die Verwaltung die Einordnung des Krefelder Hafens als bundesweiter Hotspot für Feinstaubbelastung?

Ist es möglich die Feinstaubbelastung einzelnen Sektoren zuzuordnen? Z.B. dem Lkw-Verkehr oder dem Umschlag von Schüttgütern.

Wie schätzt die Verwaltung die gesundheitlichen Risiken für Beschäftigte im Hafengebiet sowie für angrenzende Wohngebiete ein?

Welche Maßnahmen zur weiteren Reduzierung der Feinstaubbelastung im Krefelder Hafen sind derzeit umgesetzt oder geplant?

Welche zusätzlichen Maßnahmen hält die Verwaltung mit Blick auf die ab 2030 geplanten verschärften EU-Grenzwerte für erforderlich?

Inwiefern werden Hafenbetreiber und ansässige Unternehmen in Maßnahmen zur Luftreinhaltung eingebunden?

Begründung
Aktuellen Medienberichten zufolge ist der Krefelder Hafen weiterhin ein bundesweiter Hotspot für Feinstaubbelastung. Seit dem 1. Januar 2025 kam es demnach bereits zu zwölf Überschreitungen der geltenden Feinstaub-Grenzwerte. Damit liegt Krefeld im bundesweiten Vergleich auf Platz neun – noch vor dem Hamburger Hafen.

Angesichts der bekannten gesundheitlichen Risiken von Feinstaub sowie der von der Europäischen Union angekündigten Verschärfung der Grenzwerte ab dem Jahr 2030 besteht aus Sicht der anfragenden Fraktion weiterer Aufklärungs- und Handlungsbedarf.