Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt Krefeld hat eine Anfrage an die Stadtverwaltung zur Feinstaubbelastung im Krefelder Hafen eingebracht, um das kürzlich in der Presse bekannt gewordene Problem der außergewöhnlich hohen Luftschadstoffwerte aufzugreifen. Ziel ist es, die aktuelle Situation bei den Luftschadstoffen PM10 und PM2,5 transparent darzustellen, gesundheitliche Risiken besser zu bewerten und wirksame Maßnahmen zur weiteren Reduzierung der Belastung auf den Weg zu bringen.
Konkret möchte die Fraktion unter anderem wissen, an welchen Messstellen die Feinstaubbelastung im Hafengebiet erfasst wird, wie viele Grenzwertüberschreitungen in den Jahren 2024 und 2025 bislang registriert wurden und wie die Verwaltung die Einordnung des Krefelder Hafens als bundesweiten Hotspot bewertet. Zudem fragen die Grünen nach der Verursachung der Emissionen, etwa durch Lkw-Verkehr oder den Umschlag von Schüttgütern, sowie nach den gesundheitlichen Auswirkungen auf Beschäftigte und Anwohner*innen.
„Wenn der Krefelder Hafen bundesweit zu den am stärksten belasteten Standorten gehört, dürfen wir das nicht einfach hinnehmen“, erklärt Roxy Motté, die umweltpolitische Sprecherin der Fraktion. „Feinstaub ist nachweislich gesundheitsschädlich und trifft besonders die Menschen, die täglich im Hafengebiet arbeiten oder dort in der Nähe wohnen.“
Vor dem Hintergrund der bereits gemeldeten Überschreitungen im laufenden Jahr und der ab 2030 geltenden verschärften EU-Grenzwerte sehen die Grünen dringenden Handlungsbedarf. Die Anfrage zielt deshalb auch auf bereits umgesetzte und geplante Maßnahmen zur Luftreinhaltung sowie auf mögliche zusätzliche Schritte, um die künftigen Grenzwerte sicher einzuhalten.
