Angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage prüft die Verwaltung zusätzliche Maßnahmen zur Stärkung der Krefelder Wirtschaft, insbesondere
– den zügigen Abschluss der Zertifizierung zum RAL-Gütezeichen „wirtschaftsfreundliche Verwaltung, der eigentlich für 2025 geplant war
– die Nutzung der vielfältigen Erfahrungen aus dem Zertifizierungsverfahren, um die Verwaltungsleistungen für Unternehmen mit Blick auf Transparenz, Terminzusagen, Verlässlichkeit und Planungssicherheit für Unternehmen systematisch zu verbessern
– die Identifizierung sichtbarer Leuchtturmprojekte zur Differenzierung des Wirtschaftsstandorts, z.B. eine beschleunigte Umsetzung der bundesweit für 2030 geplanten „Unternehmensgründung an einem Tag“, die in wirtschaftlich erfolgreichen Ländern wie Dänemark längst üblich ist.
Begründung
Die führenden Wirtschaftsinstitute haben zum Ende des letzten Jahres die Prognosen für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland für 2026 weiter nach unten korrigiert und gehen davon aus, dass die Konjunktur aktuell auf einem schwachen Niveau stabilisieren wird, insbesondere die Industrie steht vor großen Herausforderungen – mit zunehmenden Auswirkungen auf Arbeitsmarkt und städtische Einnahmen aus der Gewerbesteuer und damit direkt auf die städtischen Finanzen.
Die IHK spricht für Krefeld und den Niederrhein von „Dauerkrise statt Trendwende“ und von einer Verfestigung der negativen Stimmung.
In dieser Situation ist die Stadt besonders gefordert, Wirtschaft und Industrie zu stützen, den beschlossenen Industriefahrplan 2025ff. mit Leben zu füllen und den Wirtschaftsstandort Krefeld positiv zu differenzieren.
