Die Fraktion Bündnis90/Die Grünen fordert im Ausschuss für Ordnung, Sicherheit, Verkehrssicherheit und Gefahrenabwehr ein konsequenteres Vorgehen gegen das Falschparken auf Rad- und Gehwegen, in Kreuzungsbereichen sowie an weiteren sicherheitsrelevanten Stellen im Stadtgebiet ein.
„Wer auf dem Rad- oder Gehweg parkt, gefährdet andere – ganz konkret und tagtäglich“, erklärt Karsten Ludwig, ordnungspolitischer Sprecher der Fraktion. „Besonders Kinder, ältere Menschen und Personen mit Mobilitätseinschränkungen sind auf freie, sichere Wege angewiesen.“
Künftig soll der Kommunale Ordnungsdienst gezielte Schwerpunktkontrollen durchführen, um das ordnungswidrige Parken sichtbar und wirksam zu sanktionieren. Zudem soll die Abschlepppraxis an besonders sensiblen Stellen optimiert werden. Ziel ist es, Gefährdungen durch blockierte Sichtachsen und versperrte Wege schnell und konsequent zu beseitigen.
Krefeld hat sich im Rahmen seiner Mobilitäts- und Klimaschutzziele vorgenommen, den Radverkehr zu stärken und die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Bereits heute werden viele Alltagswege mit dem Fahrrad zurückgelegt – mit großem Potenzial nach oben. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die vorhandene Infrastruktur tatsächlich nutzbar ist.
„Es reicht nicht, Radwege zu planen und zu bauen. Sie müssen auch frei und sicher befahrbar sein“, so Ludwig. „Falsch parkende Fahrzeuge zwingen Radfahrende häufig dazu, in den fließenden Verkehr auszuweichen. An Kreuzungen und Einmündungen versperren sie wichtige Sichtbeziehungen – mit potenziell schweren Folgen. Konsequente Kontrollen sind kein Selbstzweck, sondern ein notwendiger Beitrag für mehr Sicherheit und gegenseitigen Respekt im Straßenverkehr.“
Begleitend fordern die Grünen eine Öffentlichkeitskampagne, die die Bedeutung freier Radwege und klarer Sichtfelder in Kreuzungsbereichen hervorhebt. Ziel ist es, das Bewusstsein aller Verkehrsteilnehmenden zu stärken und die Akzeptanz für konsequente Kontrollen zu erhöhen.
