Zweiter Castor-Transport durch Krefeld: Atompolitik bleibt Sackgasse

In der Nacht passierte erneut ein Castor-Transport Krefeld. Diese Situation zeigt einmal mehr die ungelösten Altlasten der Atomenergie. Dazu erklären die Kreisvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen in Krefeld, Benjamin Zander und Roxy Motté:

„Die Transporte sind in der aktuellen Situation zwar notwendig – auch, weil über Jahrzehnte hinweg bessere und nachhaltigere Lösungen verschlafen wurden. Dennoch führen sie uns schmerzhaft vor Augen, was für eine energiepolitische Sackgasse die Atomkraft ist. Hochradioaktiver Müll bleibt über Generationen hinweg eine Gefahr, und sichere Endlagerlösungen sind weiterhin nicht abschließend geklärt.“

Gerade die erneuten Transporte durch dicht besiedelte Regionen wie Krefeld machten deutlich, welche Risiken und Belastungen mit der Atomenergie verbunden seien. „Es ist ein Irrweg, diese Technologie wiederbeleben zu wollen – sei es durch die Debatte um sogenannte Mini-Reaktoren. Hier betreibt die CDU auf Bundesebene energiepolitische Rückwärtsgewandtheit statt Verantwortung für die Zukunft.“

Die Krefelder Grünen betonen stattdessen die Notwendigkeit eines konsequenten Ausbaus erneuerbarer Energien: „Unsere Antwort auf die Energiefragen der Zukunft kann nur eine sichere, dezentrale und nachhaltige Versorgung sein. Sonne, Wind und Speichertechnologien sind der Weg – nicht die Verlängerung eines gescheiterten Systems.“