PRESSEMITTEILUNG

Sachstand zur Wildtierhilfe in Krefeld: Ehrenamt stärken und Perspektiven für Unterstützung entwickeln

Die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und die Ratsgruppe LUKS haben am 02. April 2026 einen gemeinsamen Antrag zur Situation der Wildtierhilfe in Krefeld eingebracht. Ziel ist es, einen umfassenden Überblick über die aktuelle Lage, Herausforderungen und Bedarfe der hauptsächlich ehrenamtlich getragenen Wildtierhilfe zu erhalten.

Im Rahmen einer der nächsten Ausschusssitzungen soll die Verwaltung die derzeitige Situation darstellen, Fallzahlen der vergangenen Jahre sowie aktuelle Problemlagen systematisch erfassen und gebündelt präsentieren.

Ein besonderer Fokus liegt auf der direkten Einbindung der Praxis: Exemplarisch sollen Vertreter*innen des NABU, der sich unter anderem in der Fledermaushilfe engagiert, sowie der Igelhilfe-Initiative „Casa de Riccio“ in den Ausschuss eingeladen werden. Sie sollen aus ihrer täglichen Arbeit berichten und auf bestehende Herausforderungen aufmerksam machen.

„Die Wildtierhilfe in Krefeld ist ein unverzichtbarer Bestandteil des praktischen Natur- und Artenschutzes. Sie wird überwiegend von engagierten Ehrenamtlichen getragen, die mit großem persönlichem Einsatz und hoher fachlicher Kompetenz arbeiten – oft unter schwierigen Bedingungen“, erklärt Roxy Motté, umweltpolitische Sprecherin der Grünen.

Neben der Bestandsaufnahme soll auch der Blick nach vorne gerichtet werden: Die Verwaltung wird gebeten darzustellen, welche Schnittstellen zwischen der Wildtierhilfe und dem derzeit in Ausarbeitung befindlichen Biodiversitätskonzept der Stadt bestehen und wie eine stärkere Unterstützung durch die Kommune aussehen kann.

„Die Biodiversitätskrise ist eine der drängendsten Krisen unserer Zeit. Krefeld ist Mitglied im Bündnis der Kommunen für biologische Vielfalt – das Biodiversitätskonzept der Stadt lässt jedoch weiterhin auf sich warten. Aktuell wird somit die Biodiversitätsförderung zu großen Teilen vom Ehrenamt übernommen. Hierfür sollten Stadtverwaltung und Politik die notwendige Dankbarkeit und Unterstützung zeigen. Dafür ist unser gemeinsamer Antrag nur ein Anfang“, so Björna Althoff, umweltpolitische Sprecherin der LUKS-Ratsgruppe, abschließend.