Mit großer Verwunderung reagieren die GRÜNEN Krefeld auf den gemeinsamen Antrag von SPD und CDU zur Prüfung neuer Gewerbeflächen im Bereich Hüls-Südwest. Statt Antworten auf die wirtschaftlichen Herausforderungen der Zukunft zu liefern, setzen die Antragsteller erneut auf ein Konzept aus dem vergangenen Jahrhundert: Bauen auf der grünen Wiese.
„Wer glaubt, dass die wirtschaftliche Zukunft Krefelds vor allem durch die Ausweisung immer neuer Gewerbegebiete gesichert wird, hat die eigentlichen Herausforderungen nicht verstanden“, erklärt Julia Müller, planungspolitische Sprecherin der Grünen. “Gerade in Zeiten der Klima- und Biodiversitätskrise ist es unverantwortlich, Freiräume im Außenbereich in Anspruch zu nehmen.“
Krefeld stehe nicht vor einem Mangel an versiegelten Flächen, sondern vor der Aufgabe, vorhandene Gewerbestandorte besser zu nutzen, Brachflächen zu revitalisieren, Flächen effizienter zu entwickeln und die Transformation der Wirtschaft aktiv zu begleiten. Immer neue Flächen am Stadtrand zu versiegeln, löse keines dieser Probleme.
“Besonders irritierend ist, dass SPD und CDU offenbar bereit sind, die Diskussion um Hüls-Südwest völlig neu aufzurollen, obwohl die dort geplante Wohnbauentwicklung bereits aus guten Gründen keine politische Mehrheit gefunden hat. Nun soll dieselbe Fläche offenbar zum nächsten Gewerbegebiet werden. Das wirkt weniger wie eine strategische Stadtentwicklung als vielmehr wie die Suche nach der nächstbesten freien Fläche” so Müller weiter.
Krefeld brauchte eine moderne Wirtschaftspolitik, die auf Innovation, Flächeneffizienz und nachhaltige Entwicklung setzt. Die Zukunft der Stadt entscheide sich nicht auf immer neuen Gewerbeflächen am Stadtrand, sondern durch die intelligente Nutzung bestehender Standorte, die Förderung zukunftsfähiger Unternehmen und den verantwortungsvollen Umgang mit unseren knappen natürlichen Ressourcen.
Die GRÜNEN werden deshalb einer Entwicklung von Hüls-Südwest zu Lasten von Natur, Klima und Freiraum entschieden entgegentreten.